Digitales Lernen – Lechs Kosmos am 2.10.19

Bezogen auf das Lernen von Kindern ist bei Untersuchungen festgestellt worden, daß bei zu viel Zeit vor dem Bildschirm Lernschwächen auftreten können. Die Faszination für Kinder, die oft schon sehr früh mit dieser Technik in Kontakt kommen, gilt dem Reiz der schnellen Belohnung: Ich löse eine Aufgabe und erhalte – tratratra – sofort ein Smily. Deshalb ist es empfehlenswert, den Selbstkontrollmechanismus bei Kindern zu nutzen, der allerdings erst ab 8 Jahren ausgereift ist. Bemerkenswert ist, daß Kindern in der Waldorfschule bis zur Oberstufe keine Computer nutzen. Es geht dort um die ganzheitliche Förderung der Kinder. Die IT-Beschäftigten im Silikon Valley senden deshalb ihre Kinder sehr oft auf Waldorfschulen – das kann uns zu denken geben. Gerade die IT-ler kennen die Schwächen der digitalen Welt.

Dem Beitrag von H. Lech nach ist der Einsatz digitaler Geräte ab 10 Jahren sinnvoll. Dann werden die Merkfähigkeit und Konzentration und die Fähigkeit, aus Fehlern zu lernen, nicht mehr so erheblich gestört bzw. sind bereits gefestigt.

Besteht die Gefahr einer Leseimkompetenz beim digitalen Lesen? Belegt ist eine höhere Merkfähigkeit beim analogen Lesen, die Kinder können sich dabei länger konzentrieren. Zwar erinnern sich E-Book-Reader und Buchleser an den aufgenommenen Stoff gleich, aber Buchleser erreichen ein tieferes Verständnis und eine bessere zeitliche Orientierung. Wenn sie noch einmal nachschlagen wollen, dann ist das mit einem Buch leichter möglich. Als Fazit kann daraus für E-Reader-Nutzer gezogen werden, daß für den schnellen Überblick die digitale Vermittlung sinnvoll ist. Aber der digitale Einsatz ist kein Zaubermittel.

Das Beispiel von Singapur, das in der Bildung seiner Kinder führend ist und jedem Kind einen Computer zur Verfügung stellt, läßt viele andere Ländern nachdenklich werden. In Lerngruppen werden Lösungenerarbeitet, nachmittags gibt es Förderkurse. Aber: Die Kinder leiden unter Schulstress. Und die Unternehmen beklagen, daß die jungen Erwachsenen während ihrer Berufsausbildung versagen, wenn Störungen im System auftreten und unbekannte Lösungen gefragt sind.

Es geht also um die Individuelle Förderung von Kindern, in der sie auch ihre Kreativität und Persönlichkeit ausbilde können. Zukünftig wird sich die Rolle des Lehrers wandeln. Er wird als Coach den Lernprozess begleiten, die Vorbereitung auf den Unterricht wird zu Hause im Flipped Classroom erfolgen. Im Unterricht selbst soll dann der schon bereits durchgearbeitete Stoff vertieft, z.B. durch Experimente, weitergeführt werden. Es ist eine Balance zwischen beiden Lernformen – Vorbereitung zu Hause und in der Schule – anzustreben.

 

Beide Systeme – digitale Reader und das Buch – haben ihre Berechtigung. Es sollten beide Systeme für die Aufnahme von Wissen eingesetzt werden.


WhatsApp – Welche Daten werden weitergegeben?

Folgende Daten werden weitergegeben:
– Telefonnummer
– Gerätekennung
– Betriebssystemversion
– App-Version (von WhatsApp)
– Plattforminformation
– Ländervorwahl der Mobilnummer
– Netzwerkcode
– Nutzungsinformationen (Wie häufig benutzt usw.)

Der Nutzer kann der Weitergabe der Daten widersprechen oder andere Messenger-Dienste wie Signal oder Telegram nutzen.


In Sachen Passwörter

Ein Artikel in der Süddeutschen Zeitung vom 15./16.6.19 berichtet über „Attacke aus dem Kinderzimmer“. Viele Daten von Politikern und Prominenten waren Anfang des Jahres gehackt worden. Es wurden finstere Mächte vermutet, aber nein, nun fand man heraus: es war ein Schüler, der nicht aufgab, bis er zu seinem Ziel kam.

Uralt-Passwörter in Uralt-Datenbanken schwirren im Netz herum – kostenlos. Diese Passwörter setzte er ein und hatte damit Erfolg.

Moral von der Geschichte: Auch wenn es sehr unbequem ist, seine Passwörter zu ändern, beweist leider dieser Vorfall wieder einmal die Notwendigkeit, Passwörter zu aktualisieren. Helfen können dabei Apps/Programme wie LastPass (21,00 €/Jahr – Nr. 1 Test der Zeitschrift CHIP 03-19 ) oder Dashlane (kostenlos – beim CHIP-Ranking Nr. 26). Natürlich bieten die kostenlosen Programme nur eingeschränkte Funktionen.


Fittes Gehirn – Fünf Empfehlungen

Ernst Pöppel, medizinischer Psychologe an der Münchener Ludwig-Maximilians-Universität spricht sich für fünf Empfehlungen aus, um sich ein aufnahmefähiges Gehirn im Alter zu erhalten:

1. Erhalten Sie sich die Freude am Lernen – Neues aufzunehmen hält das Gedächtnisch frisch.

2. Geniessen im Hier und Jetzt – den Tag annehmen und abends Bilanz ziehen, ermöglicht Ihnen im Jetzt zu sein.

3. Ernst Pöppel spricht von der „kreativen informativen Müllbeseitigung“. Dazu gehört seiner Meinung nach, nur die positiven Erlebnisse zu speichern. Dazu gehört dann auch, mit möglichen Niederlagen leben zu können.

4. Herausforderungen wagen – wie z.B. der Umgang mit dem Smartphone. Die Abläufe eines solchen Gerätes sind überaus vielfältig. Denn dieses Gerät kann so viel wie ein Computer vor vier Jahren. Aber auch ein Instrument zu erlernen kann dazu gehören ebenso wie z.B. auch eine neue Fremdsprache.

5. Sport und Bewegung hält den Körper fit und auch den Geist (3 – 4-mal in der Woche Sport treiben ist wünschenswert).

(Quelle: Focus Online 1996-2011)


Aktive digitale Senioren – 08-04-19

In den sozialen Netzwerken wie Facebook oder WhatsApp sind 65 % der Senioren aktiv (Quelle: Bitkom Research)..

Kurznachrichten und Messengers (Nachrichtendienste) wie WhatsApp werden von 70 % der über 65jährigen genutzt.

Diejenigen, die keine Smartphones nutzen, geben zwei Gründe an:

  • Sicherheitsbedenken und
  • Zugangsschwierigkeiten

Diese Zielgruppe kann durch ein individualisiertes Training unterstützt werden. Mit einem täglichen ca. 10 Minuten-Training wird das Gerät Stück für Stück vertrauter.


Digitale Trends der nächsten Jahre

In naher Zukunft sind folgende Entwicklungen zu erwarten:

Spracheingabe mit Sprachassistenten wie Siri, Alexa, Cortana, aber auch Google/Voice Search, also Suchbegriffe bei Google über Sprache ermitteln

Direkte Kommunikation/Chatbots – Einsatz von (automatisierter) Kommunikation, z.B. bei Webseiten – ein Chatbot kurz Bot ist ein textbasiertes Dialogsystem, welches das Chatten mit einem technischen System erlaubt. Er hat je einen Bereich zur Textein- und -ausgabe, über die sich in natürlicher Sprache mit dem dahinterstehenden System kommunizieren lässt  (Quelle: Wikipedia)

Quelle: ber-IT